Rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung geht wandern. Damit ist Wandern noch immer die meistverbreitete Sport- und Bewegungsaktivität in der Schweiz und liegt deutlich vor Radfahren (34 Prozent), Schwimmen (25 Prozent), Skifahren (23 Prozent) und Jogging (23 Prozent). Zwar geben heute weniger Menschen als noch 2020 an, die Wanderschuhe zu schnüren, dafür tun sie dies öfter. Das zeigt die aktuelle Studie «Sport Schweiz 2026» des Bundesamts für Sport BASPO.

Die Schweizer Bevölkerung bleibt sportlich sehr aktiv und bewegt sich dabei besonders gerne in der freien Natur. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Studie «Sport Schweiz 2026» des BASPO, dass der langjährige Sportboom erstmals seit Erhebungsbeginn stagniert: Die allgemeine Sportaktivität ist gegenüber 2020 nicht weiter gestiegen. Während Krafttraining (+6,4 Prozentpunkte) und Yoga/Pilates (+3,3 Prozentpunkte) deutlich auf dem Vormarsch sind, wird Wandern gegenüber 2020 weniger oft genannt (–7,9 Prozentpunkte). Dieser Rückgang könnte gemäss den Autorinnen und Autoren der Studie jedoch auch aus einem veränderten Antwortverhalten resultieren. Allerdings kann Wandern mit einem Anteil von 49 Prozent den Spitzenplatz als beliebteste Sport- und Bewegungsaktivität weiterhin behaupten.
Anzahl Wandertage sind gestiegen
Während Krafttraining und Yoga/Pilates seit 2020 an Beliebtheit gewonnen haben, bleibt Wandern für Millionen Menschen eine feste Freizeitaktivität: Gleich häufig wie 2020 wird Wandern als Hauptsportart genannt. Und wer wandert, tut dies häufiger: Die durchschnittliche Zahl der Wandertage ist von 15 auf rund 20 Tage pro Jahr gestiegen. Wandern ist zudem eine Sportart für alle Generationen: Sowohl Frauen als auch Männer betreiben es in den unterschiedlichsten Lebensphasen. Beispielsweise sind es bei den 15- bis 29-jährigen Männern fast 30 Prozent. Mit zunehmendem Alter nimmt Wandern an Beliebtheit zu und bleibt bis ins hohe Alter eine wichtige Form der Bewegung. «Die Zahlen zeigen, dass Wandern tief in der Schweizer Bevölkerung verankert ist und als Lifetime-Sportart auch in einer sich verändernden Sportlandschaft nicht an Bedeutung verliert», so Michael Roschi, Geschäftsführer der Schweizer Wanderwege zu den Ergebnissen.
Wanderwege sind drittwichtigste Sportinfrastruktur
Die Studie zeigt auch, wie zentral die Natur für die Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung ist: 43 Prozent der Bevölkerung im Alter ab 15 Jahren treiben mindestens einmal pro Woche draussen Sport, weitere 14 Prozent mindestens einmal pro Monat. Die Studie unterstreicht auch die Bedeutung der Wanderwege für den Breitensport. Nach der Natur und dem eigenen Zuhause sind signalisierte Wanderwege die dritthäufigste genutzte Sportinfrastruktur der Schweiz. Auf Rang vier folgen Bergbahnen und Skilifte. Neben dem Naturerlebnis stehen bei den Befragten Gesundheit und Freude an der Bewegung im Vordergrund: 93 Prozent nennen Fitness und Gesundheit als wichtiges Sportmotiv, 77 Prozent die Freude an der Bewegung.
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